ferner

Eine alte Frau ist aus dem Pflegeheim entwischt und nun barfuß auf einem Gletscher unterwegs. Doch es ist nicht irgendein Gletscher, es ist das zugefrorene Mittelmeer, aus dem eine Stimme spricht. Eine Stimme, gespeist aus den Stimmen unzähliger Geflohener, die hier ertrunken sind. Tote, die einst schockgefroren wurden und erst in sechstausend Jahren wieder ausapern werden. „Dann wird man uns für ein grausames Volk halten, ein richtig bösartiges Volk, das Menschenopfer gebracht hat.“ Die alte Frau versucht sich zu beruhigen, das sagt schließlich auch der Beipackzettel ihrer Tabletten. Da tauchen auf einmal ihre Verfolger auf: Der Zivildiener und die Oberpflegerin aus dem Heim. Sie sind bewaffnet mit Walkie-Talkies und behaupten, nichts von einem Gletscher zu wissen. Auch eine Stimme aus dem Eis können oder wollen sie nicht hören. Hier sei nur ein zugefrorener Löschteich, weiter nichts. Und sie versuchen, die alte Frau dazu zu bewegen, zurück ins Heim zu kommen, brav ihre Fischstäbchen und Antidepressiva runterzuwürgen und danach gefälligst das Maul zu halten. Doch da tut sich unter ihnen ein Loch auf, das die alte Frau verschluckt. Und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ihr in den Abgrund zu folgen …

​Regie:
Elke Hartmann

Ausstattung:
Alexia Engl

Dramaturgie:
Romana Lautner

Mit:
Janine Wegener, Antje Weiser, Christoph Schlag und Ulrike Lasta

Kritiken:
Vorbericht Tiroler Tageszeitung vom 3.3.2018, Markus Schramek
Kritik Tiroler Tageszeitung vom 6.3.2018, Ursula Strohal
Kritik Kronen Zeitung vom 6.3.2018, Moni Brüggeller
Kritik Stadtblatt Innsbruck vom 7.3.2018, Christine Frei
Kritik Der Standard vom 15.03.2018, Dorothea Nikolussi-Salzer